Vom ersten Rettungstaucher zur Zentralen Station WRD
Im Jahr 1996 schloss unser heutiger Vorsitzender Erich Kemle die Prüfung zum Rettungstaucher ab und war damit die erste Einsatzkraft im Wasserrettungsdienst der DLRG OG Wangen im Allgäu seit den sechziger Jahren.
Seither hat sich viel getan! Rückten wir zu Beginn noch mit privaten PKW als Ableger der Rettungstaucher in Weingarten aus, schlossen wir bald darauf eine Kooperationsvereinbarung mit der freiwilligen Feuerwehr Wangen. Ab 2001 standen uns bei Einsätzen also neben Fahrzeugen auch viele helfende Hände zur Verfügung.
Diese Kooperation führte schließlich dazu, dass wir unsere Tauchausrüstungen in einem Nebengebäude des inzwischen ehemaligen Feuerwehrhauses einlagern durften - bei einem Einsatz ein enormer Zeitvorteil, denn der als Zubringerfahrzeug genutzte MTW stand direkt neben dem Regal.
Neben den zu diesem Zeitpunkt bereits genutzten Räumlichkeiten in Hallen- und Freibad war damit unser dritter Standort in Wangen geschaffen.

Lagerraum im Freibad (Sommer)

Lagerraum im Hallenbad (Winter)

Taucherregal im Schuppen am ehem. Feuerwehrhaus
Doch weitere sollten folgen:
Im Jahr 2004 konnten wir mit großer Unterstützung der Stadt Wangen und vieler Firmen und Privatpersonen unser Hochwasserrettungsboot in Dienst stellen. Für die Unterbringung wurde uns von der Stadtverwaltung eine Garage zur Verfügung gestellt, da eine Unterbringung am Feuerwehrhaus nicht möglich war. Unser vierter Standort war geschaffen.

Bootsgarage vom Hofraum aus gesehen

...und so siehts innen aus

offener Carport für den GW-W an der DRK-Rettungswache beim Krankenhaus
Zeitgleich mit der Taufe unseres Bootes verlegte der DLRG Bezirk Ravensburg ob der gewachsenen Zahl an Einsatzkräften einen Gerätewagen Wasserrettung von Leutkirch nach Wangen. Da dessen Unterbringung weder am Feuerwehrhaus noch in der Bootsgarage möglich war, suchten wir uns einen fünften Standort: Der DRK Kreisverband Wangen e.V. bot uns an der Rettungswache an der OSK in Wangen einen überdachten Stellplatz.
Im Jahr 2006 erhielten wir außerdem ein RDG-gefördetes Schlauchboot mit Außenbordmotor auf Trailer im Rahmen einer Umverteilung zugewiesen; dieses fand seinen Platz ebenfalls in der "Bootsgarage" - genauso wie der im Jahr 2009 beschaffte Geräteanhänger Strömungsrettung.

Unser Bootsgruppenfahrzeug parkte lange Zeit im Freien
Lange noch im Freien stand unser Bootsgruppenfahrzeug, das wir Ende 2008 von der EnBW geschenkt bekamen und mit Hilfe einiger ortsansässiger Firmen und viel Eigenleistung zum Einsatzfahrzeug ausbauen konnten.
Zwischenzeitlich wurden die Stellflächen in den beiden Garagen so umorganisiert, dass BGF und Hochwasserrettungsboot im Buchweg und GW-W, Geräteanhänger Strömungsrettung sowie das RDG-Schlauchboot im alten Feuerwehrschuppen untergebracht sind.
Diese räumliche Verteilung sorgte im Falle eines Notfalleinsatzes, von denen wir jährlich bis zu 20 zu absolvieren hatten, für sehr ungünstige Ausrückezeiten - mussten doch von bis zu vier Standorten erst Materialien eingesammelt werden, bevor die Einsatzstelle angefahren werden konnte.
Außerdem war die räumliche Unterbringung der zwischenzeitlich knapp 20 Einsatzkräfte in Wangen mehr als suboptimal - schon angesichts des Platzangebots.
Schließlich zeichnete sich Ende 2008 ab, dass unvorhergesehene RDG-Mittel für Bauvorhaben frei werden könnten und wir begannen sofort mit den Vorbereitungen.
Ein zunächst ins Auge gefasster Anbau am städtischen Freibad musste wegen der räumlichen Situation aufgeben werden.
Schließlich offerierte uns die Stadtverwaltung ein ca. 1000 qm großes Grundstück in der Wangener "Haid", welches uns der Gemeinderat schließlich einstimmig auf Pachtbasis zur Verfügung stellte.
Nachdem der Bereichsausschuss, welcher die planerische Verantwortung für den Rettungsdienst eines Landkreises innehat, unserem Antrag auf Errichtung einer "Zentralen Station für den Wasserrettungsdienst" zustimmte, waren die größten Hürden genommen und das Bauvorhaben auf den Weg gebracht.
Zahlreiche Gespräche im Vorfeld mit verschiedenen Behörden, Verantwortungsträgern unseres Landesverbands, des DLRG Bezirks Ravensburg und nicht zuletzt der unermüdliche und sagenhaft flexible Einsatz unseres Architektenbüros Herter & Krauss führten schließlich dazu, dass alle Unterlagen trotz unbeschreiblicher zeitlicher Enge fristgerecht beim Regierungspräsidium Tübingen eingereicht werden konnten.
Dort liegt unser Projekt derzeit und wartet auf eine Aufnahme ins Förderprogramm - hoffentlich bereits im Jahr 2010.
Stand Dezember 2009:
Die Notwendigkeit unseres Bauvorhabens wurde bestätigt. Somit ist eine Bezuschussung durch das Land Baden-Württemberg in Höhe der Förderfähigen Kosten gesichert.
Leider konnte das Projekt nicht ins Förderprogramm 2010 aufgenommen werden. Die weitere Vorgehensweise wird derzeit abgestimmt.
die folgenden Bilder zeigen den aktuellen Stand der Planungen:
Stand Juni 2011:

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat unseren Antrag in voller Höhe bewilligt, die Bereitstellung der Mittel allerdings auf drei Jahre aufgeteilt.
Da uns der größte Anteil aber noch im Jahr 2011 zur Verfügung steht, werden wir zügig mit den Baumaßnahmen beginnen können!













